Photovoltaik-Module

Fachgerecht. Transparent. Sicher. PV-Module entsorgen mit E&O

PV-Module leisten über Jahrzehnte hinweg wertvolle Arbeit – doch auch ihre Lebensdauer endet. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb kümmern wir uns um die sichere und gesetzeskonforme Rücknahme und Verwertung aller gängigen Modultypen. Dazu zählt insbesondere die fachgerechte Klassifizierung als Grundlage für die richtige Verwertung.

Photovoltaik-Module bilden im Rahmen des ElektroG eine eigene Kategorie und werden der Sammelgruppe 6 zugeordnet. Diese umfasst sämtliche ausgediente PV-Module, unabhängig davon, ob sie von privaten Dachanlagen, gewerblichen Photovoltaikanlagen oder großflächigen Solarparks stammen. Aufgrund ihrer Bauweise enthalten diese Module nicht nur wertvolle Rohstoffe wie Aluminium, Glas und Silizium, sondern häufig auch problematische Substanzen wie Blei, Cadmium oder Fluoride. Deshalb ist eine fachgerechte und umweltschonende Entsorgung besonders wichtig. Die Module müssen in speziell dafür vorgesehenen Rücknahmestellen abgegeben werden, die eine sachgerechte Demontage und Wiederverwertung gewährleisten. Ziel ist es, Schadstoffe sicher zu entfernen und gleichzeitig die Rückgewinnung wertvoller Materialien zu fördern, um Ressourcen zu schonen und Kreislaufwirtschaft zu stärken.

ein defektes PV Modul zur Entsorgung
Siliziumbasiert – Dickschicht

Siliziumbasierte PV-Module mit Dickschicht-Technologie lassen sich in monokristalline und polykristalline Module unterscheiden. Diese Module sind der Standard auf deutschen Dächern – robust, langlebig und weit verbreitet.

Erkennungsmerkmale:

  • Monokristallin: gleichmäßige, dunkelblaue bis schwarze Oberfläche
  • Polykristallin: glitzernd, uneinheitliche blaue Kristallstruktur
  • Zellstruktur (Wafer) deutlich sichtbar
  • In der Regel in einem Aluminiumrahmen verbaut

Entsorgung:

  • Standardverfahren im PV-Recycling
  • Mechanische Zerkleinerung und stoffliche Trennung (Alurahmen, Glas, Zellmaterial)
  • Kein gefährlicher Abfall
  • AVV: 16 02 14 (nicht gefährlicher Elektroaltgeräte-Abfall)
  • Rückgabe über zertifizierte Erstbehandlungsanlagen oder kommunale Sammelstellen
  • Hohe Recyclingquote (besonders bei Aluminium und Glas)

Einfachste Rücknahme – weit verbreitet und etabliert

Siliziumbasiert – Dickschicht  Bild
Siliziumbasiert – Dünnschicht (a-Si, µc-Si)

Siliziumbasierte Dünnschicht-Module lassen sich in amorphes und mikrokristallines Silizium unterteilen. Diese Modultypen erkennt man an ihrer schlanken Bauweise – oft verbaut in Fassaden oder mobilen Anwendungen.

Erkennungsmerkmale:

  • Keine sichtbare Zellstruktur
  • Oberfläche durchgehend gefärbt (meist gleichmäßig dunkel)
  • Dünner und oft leichter als kristalline Module
  • Besonders bei flexiblen Modulen spürbar leichter
  • Enthalten weniger Silizium, dafür teils seltene oder toxische Stoffe

Entsorgung:

  • Enthalten weniger Silizium, dafür teils andere Schwermetalle (z. B. Zinn, Selen)
  • Kein sichtbarer Zellaufbau – Modulklassifizierung vor Entsorgung wichtig
  • Ebenfalls AVV 16 02 14, solange keine gefährlichen Stoffe enthalten sind
  • Vorsicht bei flexiblen Modulen: Kunststoffträger erschweren das Recycling
  • Spezialanlagen empfohlen für bestmögliche Rückgewinnung der Materialien

Technisch aufwendiger – geringer Siliziumanteil, komplexe Schichten

Siliziumbasiert – Dünnschicht (a-Si, µc-Si) Bild